Die Rangauklinik in Ansbach hat einen bedeutenden Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung unternommen. Unter der Beratung der Graf Advisory Management GmbH wurde die Wärmeversorgung der Klinik auf Biogas umgestellt. Diese Umstellung ist ein Teil des umfassenden Konzepts zur Energie- und Klimaanpassung, dass die Klinik verfolgt.
Ausgangssituation und Auftrag
Die bestehende Heizungszentrale der Rangauklinik der DIAKONEO KdöR war veraltet und ineffizient. Die Graf Advisory Management GmbH wurde beauftragt, eine Funktionalausschreibung zu erstellen und die Vorplanung für die Umstellung auf Biogas durchzuführen. Ziel war es, die Heizungszentrale zu modernisieren und die Wärmeversorgung auf eine nachhaltige Basis zu stellen.
Vorgehensweise und Analyse
Die Vorgehensweise umfasste mehrere Schritte:
- Grundlagenermittlung: Zunächst wurden die bestehenden Anlagen und deren Betriebszustand analysiert. Dies beinhaltete die Erstellung von Hydraulikschema und Grundrissplänen sowie die Aufnahme der Abgaswege und Kamingröße.
- Vorplanung: Basierend auf den Analysen wurde die Vorplanung für den Einbau der neuen Anlagentechnik durchgeführt. Hierbei wurden mögliche Hürden identifiziert und Lösungsangebote entwickelt.
- Erstellung der Funktionalausschreibung: Auf Basis der erarbeiteten Ergebnisse wurde eine Funktionalausschreibung zur Umsetzung der Maßnahmen erstellt. Dies umfasste die hydraulische Einbindung der Anlagenkomponenten und die Grundrissplanung.
- Technische Umsetzung: Die technische Umsetzung sah den Neubau eines Biogas-BHKWs mit einer elektrischen Leistung von 360 kWel und einer thermischen Leistung von 345 kWth vor. Zusätzlich wurde ein Biogasheizkessel mit einer Leistung von ca. 1.000 kW in Zweistoffbetrieb und ein Erdgaskessel installiert. Diese Kombination ermöglicht eine effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung der Klinik.
Herausforderungen und Lösungen
Während der Planung und Umsetzung wurden mehrere Herausforderungen identifiziert:
- Biogaslieferung: Die Lieferung erfolgt direkt vom Erzeuger über einen langjährigen Vertrag, welcher beide Seiten absichert.
- Stromvermarktung: Der erzeugte grüne Strom wird maßgeblich selbst verbraucht und in Abhängigkeit der Netzlast wird der Überschuss ausgespeist.
- Umbau im laufenden Betrieb: Ohne große Versorgungsunterbrechungen mussten die Umbauarbeiten stattfinden, damit der Klinikbetrieb nicht beeinträchtigt wird.
Ergebnisse und Zusammenfassung
Die Umstellung auf Biogas hat mehrere Vorteile für die Rangauklinik gebracht:
- Nachhaltigkeit: Die Nutzung von Biogas als Wärmequelle reduziert die CO2-Emissionen und trägt zur Nachhaltigkeit bei.
- Effizienz: Die neuen Anlagen sind effizienter und bieten eine zuverlässige Wärmeversorgung.
- Kostenersparnis: Langfristig führt die Umstellung zu Kosteneinsparungen durch die Nutzung von Biogas.
Die Graf Advisory Management GmbH hat durch ihre umfassende Beratung und Planung maßgeblich zum Erfolg dieses Projekts beigetragen. Die Rangauklinik ist nun besser aufgestellt, um den zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Energieversorgung zu begegnen.
Wir danken vor allem den beteiligten Partnerfirmen: Groetsch Energietechnik GmbH, 2G Energietechnik GmbH und Sauter-Cumulus GmbH.